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Liebe in all ihren Facetten - mit manamolotov
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Liebe in all ihren Facetten - mit manamolotov

Der Februar ist für viele der Monat der Liebe. Überall begegnen uns Herzchen, Blumen und romantische Gesten. Doch wir bei avonté haben uns gefragt: Was bedeutet Liebe eigentlich wirklich - über Beziehungen hinaus? Was steckt noch dahinter? Welche Lektionen hält sie für uns bereit? Und welche Rolle spielt sie in unserem Alltag, in uns selbst, in der Art, wie wir die Welt erleben?

Für diesen besonderen Monat haben wir die Künstlerin und Illustratorin manamolotov eingeladen, ihre Gedanken rund um das Thema Liebe mit uns zu teilen. 

manamolotov - Ein Künstlerinnen-Portrait 

manamolotov ist Illustratorin, Künstlerin und eine Frau, die wir schon lange vor der Gründung von avonté bewunderten. 

Sie begann ihre Karriere als Chirurgin, entschied sich nach über drei Jahren und einem Burnout jedoch bewusst, der Leidenschaft ihres Lebens Raum zu geben: der Kunst. Seit 2021 lebt und arbeitet sie als freie Künstlerin und Illustratorin in Köln. 

Ihr Stil? Leicht, filigran, mit schwarzer Tusche - eine Mischung aus Architektur, Mode und zarten Details, die Geschichten erzählen. 

Als ich sie vor einigen Jahren zufällig bei einem Panel Talk sprechen hörte, war ich tief beeindruckt. Vielleicht war sie damals schon – unbewusst – ein Impuls für mich, mutig den eigenen Weg zu gehen. Wenn ich heute darüber nachdenke, wie vielen Widerständen manamolotov sich entgegengestellt hat, um das zu tun, was sie wirklich will, dann beginnt hier für mich der Akt der Selbstliebe: 

Die Liebe zu sich selbst. 
Der eigenen inneren Stimme zu folgen. 
Trotz Angst. Trotz Zweifel. Trotz Erwartungen von außen. 

Für mich eine der kraftvollsten Formen von Liebe.

Die große Liebe

Im Februar, wenn uns von allen Seiten die Liebe begegnet, haben wir manamolotov gefragt:  Was ist eigentlich die große Liebe?

„Liebe im Großen ist das Wichtigste. Sie nicht nur auf eine Person zu beziehen und alle Hoffnung in diese eine Person zu stecken – das birgt Enttäuschung. Sich selbst als Teil dieses großen Ganzen zu sehen, ist der Schlüssel. Auch wenn ich manchmal denke, dass die Liebe nicht ganz bei mir zu Hause ist - sie ist dennoch immer in mir.

Ich sehe Menschen und kann ihnen Liebe entgegenbringen. Pflanzen, Tiere, Natur im Allgemeinen, Berge, das Meer - dieses überwältigende Gefühl, das durch den ganzen Körper geht.

Tränen sind für mich Ausdruck von unausgedrückter Liebe. So viele Tränen, die ich in mir habe - ich merke, wie viel Liebe ich in mir trage. Und wie sehr ich bereit bin, sie zu geben.

Man muss vorsichtig sein, wer sie bekommt. Aber ich glaube an die große Liebe. Liebe kann man nicht verpassen. Sie wartet auf dich. Ich bin durch viele Stürme gegangen, um so sanft zu lieben.“ 

Heartbreak  - Wie heilt (d)ein Herz? 

Liebeskummer kennen wir alle: zerplatzte Träume, gebrochene Herzen, das Gefühl, nie wieder zu heilen. Und doch geht es irgendwann weiter. 

Wir haben manamolotov gefragt:  Wie heilt dein Herz? 

„Den Schmerz auszuhalten,und nicht zu denken, dass man stirbt,ist für mich nur mit Kunst möglich. Musik, die mich verbunden fühlen lässt mit der Person, die sie erschaffen hat. 
Filme, die Schmerz ästhetisch in Farben und Geschichten übersetzen und mir zeigen, dass ich nicht allein bin.

Weiße Nächte von Fjodor Dostojewski - 180 Jahre alt, und doch derselbe Schmerz.

Ich frage mich oft, ob es hilft, alles aufzuschreiben. Schreiben lässt einen zweimal leben. Aber lässt es einen auch zweimal leiden? Oder befreit es? Gehört es zu meinem Leid, dass ich so viel denke, schreibe, Revue passieren lasse? Ist es masochistisch, sich zu zwingen, sich zu erinnern?

Wie eine Wunde, die man wieder aufreißt, wenn sie gerade beginnt zu heilen. 
Wie eine Ärztin, die ihren Patienten erneut an den Schmerz erinnert - und damit die Heilung vertagt.

‚Ja, er ist noch da. Gut, dass Sie mich daran erinnern, Frau Doktor.‘“ 

Die erste Liebe 

Wir haben manamolotov gefragt:  Woran erinnerst du dich, wenn du an deine erste Liebe denkst? 

„Was ich als allererstes geliebt habe, waren wohl die Charaktere in Zeichentrickfilmen. 
Ich dachte immer: Irgendwann will ich für Disney arbeiten. Ich dachte aber auch, ich würde den Nobelpreis gewinnen.

Ich habe mich schon früh von den Werken von Autoren, Wissenschaftlern und Künstlern angezogen gefühlt – von der Fantasie eines Jules Verne, von der Genialität eines Albert Einstein, von der Zerrissenheit eines van Gogh.

Ich war verliebt in die Männlichkeit von Paul Newman und in die Eleganz von David Niven. Nerdig vielleicht - aber anders kann ich es nicht beschreiben. Eine klassische erste große Liebe hatte ich eigentlich nicht.“ 

Vielleicht beginnt Liebe manchmal nicht mit einer Person. 
Sondern mit einer Idee. Mit Bewunderung. Mit Sehnsucht nach Größe, Schönheit, Tiefe. 

 

Selbstliebe 

Und dann wollten wir wissen: Was bedeutet Selbstliebe für dich? 

„Vermutlich bin ich nicht besonders geeignet, um über Selbstliebe zu sprechen.

Es fällt mir schwer, mich um mich selbst zu kümmern und mir etwas Gutes zu tun.

Mein größter Akt von Selbstliebe ist es wohl, Menschen zu entsagen, die mich verletzt haben - und Orte zu verlassen, die mir nicht guttun.“ 

Selbstliebe ist nicht immer Wellness, Kerzen oder Bäder. 
Sie kann radikal, still, manchmal schmerzhaft sein. Sie bedeutet, Grenzen zu ziehen, sich ernst zu nehmen und zu gehen, wenn Bleiben sich selbst verraten würde. 

Danke, manamolotov

Für deine Offenheit, deine Gedanken und die wunderschönen Illustrationen. Du erinnerst uns daran, wie viel Liebe in jedem Moment, in uns selbst und in der Welt steckt.

À vontade - mach es dir bequem!  

Pia & Marlene